CVJM Haus

  • CVJM Haus
  • Riemerschmid-Villa
  • Kinderfreizeit- und Jugendbildungsstätte des CVJM Göttingen e.V.

Das sind alles Namen unter denen unser schönes Haus und Grundstück im schönsten Teil Göttingens auftaucht. Tatsache ist: unser Haus erfüllt viele verschiedene Zwecke und hier ist immer etwas los.

Ein neues Dach für den CVJM Göttingen

Noch regnet es nicht rein, aber das ist eine Frage derZeit. Bitte helfen Sie mit!
Anstatt ins Haus, haben wir in den letzten Jahrzehnten die Mieteinnahmen in die Kinder-und Jugendarbeit investiert - aus Überzeugung - weil wir wissen, dass es sich lohnt Kinder und Jugendliche zu stärken und ihnen Werte zu vermitteln. 2018 müssen wir aber handeln. Das 111 Jahre alte Dach ist am Ende seiner Lebenszeit angelangt. Nun muss es neu gedeckt und bei der Gelegenheit auch wärmeisoliert werden - damit dann wieder für 111 Jahre alles in Ordnung ist. Insgesamt kostet das neue Dach knapp 90.000 €.

Einen Anteil, etwa 20.000 € schaffen wir als gemeinnütziger Verein selbst aufzubringen.
15.000 € Zuschuss kommen von der niedersächsischen Denkmalpflege. Das ist super!
30.000 € Zuschuss kommen von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. Dafür ganz herzlichen Dank!

Den Rest müssen wir über einen Kredit regeln... das geht, aber Sie können helfen, die Kreditsumme möglichst gering zu halten, damit wir uns möglichst bald wieder auf unsere Stärken - christliche Kinder- und Jugendarbeit - konzentrieren können.

Die Dachziegeln kosten laut Angebot 25.986 €. Bitte spenden Sie für einen Quadratmeter neuer Dachziegel auf dem CVJM Haus in Göttingen. Jeder Quadratmeter kostet 71 €.

Wir erbitten Ihre Spenden direkt an den CVJM Göttingen e.V. (IBAN: DE70 2605 0001 0056 0665 66) oder über betterplace. Für Rückfragen und Anregungen steht Ihnen der Vorstand des CVJM Göttingen e.V. gerne zur Verfügung.

Steckbrief

Eigentümer: Christlicher Verein Junger Menschen e.V.

Architekt: Richard Riemerschmid

Status: denkmalgeschützt im Design und in der Substanz

Erbaut: 1906/1907

Stil: Jugendstil

Lage: unteres Ostviertel

Adresse: Baurat-Gerber-Str. 2, Göttingen

In einem Buch über Göttingen wird es wie folgt beschrieben:

"Ein Jugendstil-Wohnhaus, das sich hinsichtlich seiner Konzeption und Ausführung deutlich von den anderen Jugenstil-Häusern Göttingens unterscheidet, enstand in den Jahren 1906/07 als Arbeit des Münchener Architekten Richard Riemerschmid (Baurat-Gerber-Straße 2). Auf der Grundlage eines funktionsgerechten Grundrisses wurde ein neues Raumgefühl geschaffen und den wirklich innovativen Ideen der Jugendstil-Bewegung somit Folge geleistet. Riemerschmid war als Anhänger der Kunstgewerbebewegung den einfachen Formen des bayrischen Handwerks verbunden und galt neben Theodor Fischer als führendes Mitglied der "süddeutschen Schule". Seine Forderung nach Ehrlichkeit bei der Anfertigung von künstlerischen Arbeiten führten ihn zur Offenlegung von Konstruktions-zusammenhängen und Materialcharakter bei höchster funktionaler und ästhetischer Vollkommenheit.

Richard Riemerschmid entwarf das Göttinger Haus für den Arzt Dr. Adolf Frank. Für dessen Bruder Fritz, Inhaber der Universitätsapotheke in Göttingen, plante er etwa zeitgleich ein Landhaus in Witzenhausen (Am Johannisberg 2). In beiden Häusern unterlag die Konzeption den Erfordernissen seiner Bewohner. Privat und wirtschaftlich genutzte Räume wurden in getrennten Baukörpern mit verschiedenen Eingängen und einem sie verbindenden Zwischentrakt angelegt. Im Göttinger Haus erfolgte eine Aufteilung der Räume ihrem Zweck entsprechend entweder als Nutzung für den ärztlichen Praxisbetrieb oder als Wohnbedarf. Die zur Straße gelegene Praxis und der zum Garten ausgerichtete Wohntrakt besetzt getrennte Eingänge, sind aber durch eine Tür miteinander verbunden. Empfangs- und Speisezimmer, die aus Repräsentationsgründen gewöhnlich nach vorn zur Straße hin lagen, finden sich hier an der Gartenseite und sind durch Loggia und Terrasse verbunden. Auch nach außen ist dies klar zu erkennen, denn der zum Garten gelegene, etwas breitere und höhere Wohnteil hebt sich deutlich vom Praxisteil ab. Das giebelständige Haus mit Krüppelwalmdach hat zwei Geschosse. Der steile ebenfalls zweigeteilte Giebel wurde durch sieben Rippen senkrecht gegliedert. Die beiden oberen Fenster des Straßengiebels zeigen Gußeisengitter in organisch-floraler Ausführung."

Aus R. v. Thadden, Göttingen Geschichte einer Universitätsstadt, Band 3, S. 773/774.